Gesundheit ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Und doch ist kaum jemand bereit, ihr alles unterzuordnen – zumal die ständig wachsende Zahl und Qualität der Therapiemöglichkeiten einen gesunden Lebensstil überflüssig zu machen scheint.

Kaum etwas beeinflusst die Lebensqualität von Menschen so unmittelbar wie ihre körperliche und mentale Gesundheit. Ob wir arbeiten, Beziehungen pflegen oder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, hängt maßgeblich davon ab, wie gesund wir sind. Doch wie hängen psychische und physische überhaupt zusammen? Welche Wechselwirkungen gibt es? Und welchen Einfluss haben soziale Normen und Voraussetzungen für Erkrankte und den Umgang mit ihnen?
Die Erkenntnisse darüber, wie die Gesundheit erhalten und zurückgewonnen werden kann, sind in den letzten Jahrzehnten nahezu exponentiell gewachsen. Krankheiten, die noch vor einigen Jahren als sicheres Todesurteil galten, sind heute dank neuer Diagnostik, Medikamente und Operationsmethoden heilbar. Aber auch konservative Therapien werden entdeckt und wiederentdeckt, die Menschen helfen, Leiden zu überwinden und Lebensqualität zurückzugewinnen. Die Chancen und Risiken von Therapieansätzen zu verstehen, ist die Grundlage jeder Entscheidung.
Eben diese Chancen und Risiken sind es auch, die – auf privater und gesellschaftlicher Ebene – ethische Konflikte hervorrufen können. Ein gutes Gesundheitssystem fängt erkrankte Menschen auf; es setzt aber auch Anreize, die eigene Gesundheit zu pflegen und sich nicht darauf zu verlassen, dass die Versichertengemeinschaft die Kosten einer Therapie übernimmt. Es ist also nicht nur im Interesse, sondern auch in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen, die eigene Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und notfalls wiederherzustellen. Und doch stellen sich viele Fragen: Wer erhält im Zweifel Zugang zu knappen Ressourcen? Wie viel Verantwortung trägt der Einzelne, wie viel die Gesellschaft? Wie weit darf die Medizin in den Lauf der Natur eingreifen? Wann beginnt ein Leben? Und wann darf es beendet werden?
Meine Arbeit
Als Journalist sehe ich es als meine Aufgabe, Menschen Wissen zu vermitteln, das ihnen ermöglicht, persönliche Antworten zumindest auf einige dieser Fragen zu finden.
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