Lateinamerika

Mein Interesse an Lateinamerika entstand durch eher unspektakuläre biografische Zufälle und ein universitäres Studium der Region. Persönliche Kontakte, ein Auslandssemester sowie mehrere private und berufliche Reisen binden mich bis heute mit Geist und Herz an den Subkontinent.

Eine fiktive Landschaft mit schneebedeckten Bergen, einem langen Sandstrand und tropischem Regenwald sowie Hochhäusern und einer mittelamerikanischen Pyramide.
Fiktive Landschaft erstellt mit ChatGPT

Die Gesellschaften Lateinamerikas sind aus einem kulturellen Mix mit einzigartiger Vielfalt entstanden. Indigene, europäische und afrikanische Wurzeln sind in jedem Land unterschiedlich gewichtet. Hinzu kommen – je nach Stadt oder Region – auch Menschen mit Vorfahren in Ostasien, Indien und dem Nahen Osten und machen ihren Einfluss in Kultur, Mentalität und Politik geltend. Diese globale Verschmelzung macht den Kontinent zu einem Brennglas multikultureller Prozesse einschließlich ihrer Chancen und Risiken.

Dazu gehört das ständige Ringen zwischen Demokratie und Despotismus. Denn rechtstaatliche  Werte sind ebenso allgegenwertig wie Verstöße gegen geltendes Recht – im Großen wie im Kleinen. Entsprechend groß ist der Wunsch nach starker Führung zum Wohle der Nation, bis sich abermals herausstellt, dass auch diese wieder nur eine kleine Klientel begünstigt, sodass alsbald wieder die Sehnsucht nach Selbstbestimmung überhandnimmt.

Aus diesen Umständen erwächst eine faszinierende Kreativität im Kampf um Lebensqualität. Inmitten oft prekärer wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse entwickeln Menschen innovative Lösungen für soziale, materielle und emotionale Herausforderungen.

Seit den 2000er Jahren beobachte ich die Entwicklungen in vielen Ländern – aus der Nähe und aus der Ferne. Ich analysiere politische Bewegungen und Stillstände sowie ihre gesellschaftlichen Ursachen und Konsequenzen.